Prompts zum Kopieren

Unterricht mit KI vorbereiten: Prompts für Unterrichtsreihen, differenzierte Aufgaben und Tests

Veröffentlicht am 3 Min. Lesezeit

Inhalt
  1. Was kann KI bei der Unterrichtsvorbereitung leisten?
  2. Wie erstellst du differenzierte Aufgaben?
  3. Tests und Arbeitsaufträge
  4. Unterricht mit KI vorbereiten: Wie prüfst du die Inhalte?
  5. Häufige Fragen

Unterricht mit KI vorbereiten heißt nicht, „Mach mir eine Stunde zur Französischen Revolution“ einzutippen. Die besten Ergebnisse bekommst du, wenn du dem Assistenten Lernziele, Lerngruppe und Progression nennst und ihm dann klare Aufgaben gibst: eine Reihe gliedern, eine Übung in drei Niveaus anbieten, einen Erwartungshorizont schreiben. Hier sind die Prompts, die Lehrkräften und Trainern Zeit sparen, und die Prüfschritte, die dazugehören.

Du bist erfahrene Fachberaterin bzw. erfahrener Fachberater für [Fach].
Lerngruppe: [Klassenstufe, Alter, Gruppengröße, Profil: z. B. 8. Klasse, 26 Schülerinnen und Schüler, sehr unterschiedliches Niveau].
Thema: [Thema]. Umfang: [Anzahl] Stunden à [Dauer].
Lernziele: [was die Lernenden am Ende können sollen].
Vorwissen: [was sie schon kennen].
Rahmenbedingungen: [Material, Raum, digitale Geräte vorhanden oder nicht].

Schlage eine Unterrichtsreihe als Tabelle vor: Stunde, Lernziel, Hauptaktivität, Sozialform (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit), Dauer jeder Phase, Tafelbild oder Sicherung, formative Lernkontrolle.
Stütz dich nur auf die angegebenen Lernziele. Markiere Inhalte, bei denen ich die Übereinstimmung mit dem Lehrplan meines Bundeslands prüfen muss. Stell mir bis zu 3 Fragen, wenn dir eine Information fehlt.

Was kann KI bei der Unterrichtsvorbereitung leisten?

Assistenten wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Le Chat sind stark bei wiederkehrenden Produktionsaufgaben: Varianten von Übungen, Umformulierungen, Verständnisfragen, Bewertungsraster. Deutlich schwächer sind sie, wenn es um deine Klasse, deinen genauen Lehrplan oder den aktuellen Stand deines Fachs geht. Außerdem können sie sich bei Fakten, Daten oder Rechnungen irren. Es gilt also dieselbe Regel wie bei einem unbekannten Schulbuch: Du gehst von deinen Lernzielen aus und liest alles gegen.

Aufgabenteilung zwischen Lehrkraft und KI
SchrittWas die KI machtWas bei dir bleibt
UnterrichtsreiheSchlägt Struktur und Zeitplan vorWahl der Lernziele und der Progression
ÜbungenErstellt Varianten und NiveaustufenPrüfung von Aufgaben und Lösungen
LeistungskontrolleSchreibt Fragen und BewertungsrasterEndgültiger Punkteschlüssel, Passung zum Lehrplan
ArbeitsaufträgeVereinfacht und formuliert umTest mit der Lerngruppe
InhalteSchreibt einen Entwurf für ErklärungenFachliche Richtigkeit und Quellen

Wie erstellst du differenzierte Aufgaben?

Differenzierung kostet viel Zeit, wenn du sie von Hand machst. Die KI fächert dieselbe Übung in mehrere Niveaus auf und behält dabei das gemeinsame Lernziel. Gib ihr eine Übung, die du schon erprobt hast: Sie übernimmt dann deinen Stil. Das ist das Prinzip des Few-Shot-Promptings: ein Beispiel zeigen, statt es zu beschreiben.

Hier ist eine Übung, die ich in meiner [Klassenstufe] einsetze: [Übung mit Lösung einfügen].
Lernziel: [Kompetenz].
Erstelle drei Fassungen, die dasselbe Lernziel trainieren:
- angeleitete Fassung: kleine Schritte, methodische Hilfen, ein gelöstes Beispiel;
- Standardfassung: nah am Original;
- vertiefende Fassung: weniger Anleitung, mit einer Transferfrage.
Gib zu jeder Fassung eine ausführliche Lösung an. Behalte denselben Kontext und dieselben Bezeichnungen wie in meiner Übung.
Passe dieses Material für eine Schülerin oder einen Schüler mit [Legasthenie / Deutsch als Zweitsprache / Leseschwierigkeiten] an: [einfügen].
Kurze Sätze, ein Arbeitsauftrag pro Zeile, Alltagswortschatz, Schlüsselwörter fett, konkrete Beispiele. Lass keinen wichtigen Inhalt weg. Liste die Änderungen auf, damit ich sie freigeben kann.

Tests und Arbeitsaufträge

Bei Leistungskontrollen bittest du um Fragen, die zu deinen Lernzielen passen, samt Bewertungsraster. Bei Arbeitsaufträgen hilft die KI, Mehrdeutigkeiten zu finden: Ein Auftrag, den man auf zwei Arten verstehen kann, wird von einem Teil der Gruppe falsch verstanden.

Erstelle auf Basis dieser Lernziele: [Liste] und dieser Unterlagen: [einfügen] eine Leistungskontrolle von [Dauer] mit 4 Reproduktionsfragen, 3 Anwendungsaufgaben und 1 Reflexionsfrage. Gib zu jeder Frage das geprüfte Lernziel an. Füge ein Bewertungsraster mit 4 Stufen (nicht erreicht, teilweise, erreicht, übertroffen) und einen Erwartungshorizont hinzu.
Hier sind meine Arbeitsaufträge: [einfügen].
Gib zu jedem an, ob man ihn unterschiedlich verstehen kann, schlage eine klarere Formulierung für Schülerinnen und Schüler der [Klassenstufe] vor und beschreibe, was sie abgeben sollen (Form, Umfang, Erfolgskriterien).
Diesen Inhalt verstehen meine Schülerinnen und Schüler schlecht: [Inhalt]. Liste 5 typische Fehler in der [Klassenstufe] zu diesem Thema auf, jeweils mit einer kurzen Diagnosefrage, mit der ich sie zu Stundenbeginn erkennen kann.

Für die Lernenden selbst eignen sich dieselben Techniken zum selbstständigen Üben: Gib ihnen unsere Prompts zum Lernen mit KI ohne zu schummeln weiter.

Unterricht mit KI vorbereiten: Wie prüfst du die Inhalte?

Ein Assistent kann ein falsches Datum, eine fehlerhafte Formel, ein erfundenes Zitat oder eine widersprüchliche Lösung liefern, und das in völlig selbstsicherem Ton. Unser Ratgeber zu KI-Halluzinationen erklärt die Mechanismen. Bevor du etwas austeilst:

  1. Prüfe jeden Fakt in einer verlässlichen Quelle: Schulbuch, Lehrplan deines Bundeslands, Angebote wie der Deutsche Bildungsserver.
  2. Rechne die Lösungen selbst nach, vor allem in Mathematik und Naturwissenschaften.
  3. Kontrolliere Zitate und Werkangaben: Die KI erfindet manchmal welche.
  4. Lies Sprachniveau und Beispiele gegen, sie müssen zu deiner Lerngruppe passen.
  5. Lass das Material in einem neuen Chat mit dem Prompt unten kritisch prüfen.
Lies dieses Unterrichtsmaterial für die [Klassenstufe] wie eine strenge Fachleitung: [einfügen].
Markiere in einer Tabelle: mögliche sachliche Fehler, zu prüfende Aussagen, widersprüchliche Lösungen, Inhalte außerhalb des Lehrplans oder zu schwierige Inhalte. Begründe bei jedem Punkt deinen Zweifel. Korrigiere nichts, ohne es zu kennzeichnen.

Für den Einstieg nimmst du eine Reihe, die du gut kennst, und gibst sie in den Prompt des Tages: So beurteilst du die Qualität des Vorschlags auf vertrautem Terrain. Teste die Differenzierung danach an einer einzigen Übung. Wie du deine Daten im Alltag schützt, liest du in unserem Ratgeber zu persönlichen Daten und KI.

Häufige Fragen

Kennt die KI die offiziellen Lehrpläne?

Oft kennt sie die Grundzüge, kann aber Fassungen, Bundesländer oder Klassenstufen verwechseln. Füge den passenden Auszug aus dem Lehrplan in deinen Prompt ein und prüfe immer in den offiziellen Texten nach.

Darf ich KI zum Korrigieren von Arbeiten nutzen?

Sie kann helfen, Rückmeldungen zu formulieren oder wiederkehrende Fehler in anonymisierten Arbeiten zu finden. Die Bewertung bleibt Aufgabe der Lehrkraft, und es gelten die Regeln deiner Schule und deines Bundeslands.

Muss ich der Klasse sagen, dass ich den Unterricht mit KI vorbereitet habe?

Für Material, das die Lehrkraft geprüft und freigegeben hat, schreibt keine allgemeine Regel das vor. Transparenz kommt aber gut an und ist ein gutes Vorbild. Prüfe, ob deine Schule eigene Leitlinien dazu hat.

Welcher Assistent eignet sich für die Unterrichtsvorbereitung?

Die großen Assistenten können alle eine Reihe gliedern und Übungen schreiben. Nimm den, der deine Dateien annimmt und dessen Datenschutzbedingungen zu den Vorgaben deiner Schule passen.